Bulemie
.Ess-Störungen zeigen sich schon in der Erzählkultur des Märchens. Wer kennt den die Märchen nicht vom `Süßen Brei `oder vom `Schlaraffenland`?
Im Märchen vom `Süßen Brei` geht es um ein frommes und armes Mädchen, dass eines Tages im Wald von einer Dame ein Töpfchen geschenkt bekommt. Dieses kocht unentwegt süßen Brei, wenn man ihm den Befehl erweist `Töpfchen, Töpfchen, koche `und hört auch wieder mit dem Kochen auf bei `Töpfchen, Töpfchen, stehe`. Eines Tages ist das Mädchen nicht im Haus und die Mutter gibt dem Töpfchen den Befehl zum Kochen, kann aber das Töpfchen nicht mehr zum Stillstand bringen, bis zuletzt das Mädchen nach Hause kommt und den magischen Spruch aussagt und das Töpfchen mit dem Kochen des Breies aufhört.
In Industrieländern wie Deutschland leiden nicht mehr so viele Menschen an Hungernot. Durch die Verfügbarkeit jeglicher Nahrungsmittel ist es den meisten Menschen gewährleistet sich gut und gesund zu ernähren. Jedoch bewirken Medien und das ewige Leid vom Schönheitsideal, dass viele Menschen an Ess-Störungen leiden.
Bulimie oder die Ess.-und Brechsucht äußert sich immer öfters bei jungen Menschen und Erwachsenen. Es handelt sich hierbei um eine Verhaltensstörung, die langfristige Gesundheitsschäden zur Folge hat, da man die Nahrungsaufnahme aufgrund von Gewichtszunahme verweigert oder im wahren Sinne nach dem Essen wieder erbricht.
Oftmals haben die Betroffenen ein normales Gewicht, bilden sich jedoch ein zu dick zu sein und entwickeln einen wahren ekel wenn es um das Essen geht. Die Furcht vor dem `zu dick werden` löst eine `Gewichtsphobie` aus.
Ungesunde Gegenmaßnahmen, wie regelmäßiges Erbrechen nach der Nahrungsaufnahme, Abführmittelmissbrauch, exzessiver Sport, Fasten oder Einläufe, werden oftmals dann von Betroffenen ergriffen, um nicht zu zunehmen. Beim Körper kommt es dann zu Mangelerscheinungen und er reagiert darauf mit regelrechten `Fress-Attacken`. Hier werden dann große Mengen von Nahrungsmitteln auf einmal aufgenommen, die gleich anschließend durch Erbrechen wieder ausgeschieden werden.
Das Erbrechen an sich wird häufig vom Betroffenen euphorisch erlebt und es kommt zu großen Gesundheitsschäden. Diese Störungen können zu Entzündungen der Speiseröhre, zu Zahnschäden und anderen Mangelerscheinungen führen. Besonders kommt es aber zu Störungen des Elektrolyt-Stoffwechsels, die das Herz angreifen und oftmals zu einem Herzversagen oder gar zum Tod führen. Eine langjährige Therapie bei Bulimie ist unbedingt notwendig, um den Betroffenen zu zeigen, dass eine gesunde Nahrungsaufnahme nichts Schlechtes ist.
Reden Sie mit den Betroffenen in ihrer Familie, mit den Freunden und Verwandten, damit Sie diesem Krankheitsbild keine Chance geben. Aufklärende Gespräche mit Ärzten und Therapiezentren sind sicherlich ein erster Schritt zur Heilung.
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Salome
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